Philosophie  
"Es ist nicht wichtig besser zu sein als jemand anderes, aber es ist wichtig besser zu sein als gestern" Geschichte des Judo  Jigoro   Kano   wurde   am   18.Oktober   1860   in   Mikage,   einem   kleinem   Dorf   nahe   Kobe   geboren.   Er   gilt   als   Begründer   des   Judo. Als   Kano   10   Jahre   alt   war,   starb   seine   Mutter.   Seine Familie   siedelte   1871   nach   Tokio   um.   Kano   zeigte   sich   begabt   für   Fremdsprachen,   ab   seinem   15.   Lebensjahr   besuchte   er   eine   Fremdsprachen   Schule   in   Tokio.   Kano   verfügte über einen starken Willen aber sein Körper war schwach, doch dem Tüchtigen hilft die sportliche Betätigung. Gymnastik,   Rudern   und   Baseball   interessierten   den   jungen   Kano   ebenso   wie   die   traditionellen   japanischen   Kampfsportarten.   Bereits   als   17.   Jähriger   schrieb   er   sich   in   die Kaiserliche   Universität   in   Tokio   ein,   dort   machte   er   die   Bekanntschaft   mit   dem Hofrat   und   kaiserlichen   Leibarzt   Dr.   Erwin   von   Baelz   aus   Deutschland.   Dieser war   an   der   kaiserlichen   Selbstverteidigun   Jiu   Jitsu   interessiert,   fand   die Technik   aber   zu   hart   und   das   Verletzungsrisiko   im   Training   zu   groß.   Kano erging   es   ebenso   wie   Baelz   und   der   deutsche   Arzt   ermutigte   Kano dazu,   sein   eigenes   Kampfsystem   aufzubauen.   Der   "sanfte   Weg",   das Judo war geboren. Entwickelt   hat   sich   Judo   aus   dem   viel   älteren   Jiu   Jitsu,   was   in etwa   die   "sanfte   Kunst"   bedeutet.   Enthalten   sind   Techniken   ,   die auf die Samurai im aristokratischen Japan des 4.-12. Jahrhunderts zurückgehen. Dazu    zählen    Würfe,    Schläge-    und    Trittechniken,    aber    auch Würgen,   verdrehen   von   Gelenken,   Stechen   und   Festhalten.   Kano der   bei   den   Größten   und   wichtigsten   Jiu   Jitsu   Meistern   seiner Zeit    lernte    selektierte    bei    der    Entwicklung    seines    Kapfstiles alles aus, was zu gefährlich war und zu ernsthaften Verletzungen führen konnte. Neben   dem   bedeutsammen   Wechsel   zur   Kito-Schule   brachte das       Jahr       1881.       für       Kano       den      Abschluss       seines Universitätstudiums    und    bald    darauf    eine   Anstellung    in    der Gakushuin     (Adels-Schule)     für     Kinder     aus     privilegierten Familien    als    Literatur-    Lehrer.    Diese    Anstellung    hatte    zur Folge,   dass   Kanos Arbeits-   und   Trainingszeiten   einen   so   großen Anteil   seines   täglichen Tagesablaufs   einnahmen,   dass   es   für   ihn nicht   unüblich   wurde,   erst   in   den   frühen   Morgenstunden   etwas zu schlafen. Im   Februar   1882   nahm   Jigoro   Kano   neun   von   seinen   Schülern aus   der   Kito-Ryu   und   eröffnete   sein   eigenes   Dojo   im   Eishoji- Tempel,    der    sich    im    Stadteil    Shitaya    befand.    Das    Dojo    war äußerst   klein   und   mit   nur   12   Tatami   (Matten)   ausgelegt.   Seine ersten   Schüler   waren   zum   Beispiel:   Tsunejiro   Tomita   oder   der später   wegen   seines   Wurfs   Yama   Arashi   berümteShiro   Saigo.   Der Meister   Iikubo   aus   der   Kito   Schule   kam   zwei-   bis   dreimal   pro Woche    zum    Tempel,    um    Kano    bei    seinen    Übungseinheiten    zu unterstützen. Diese Trainingsgruppe war der Ursprung des später so bekannten Kodokan-Dojos. Die     Entwicklung     des     Kampfsportes     Judo     nahm     eine     rasante Entwicklung   wie   kein   anderer   japanischer   Kampfsport.   am   5.   Juni 1882   schrieb   sich   der   erste   Schüler   in   Jigoro   Konos   Dojo   ein.   Bereits vier   Jahre   später,   nach   einem   Vergleichskampf   mit   der   Polizei   in Tokio, bat man Kano zwei Übungsleiter zur Verfügung zu stellen. Da    Judo    ab    1890    auf    Anordnung    des    Kaisers    Pflichtfach    an    japanischen Schulen   war   und   mit   militärischem   Drill   gelehrt   wurde,   dauerte   es   nach   dem zweiten Weltkrieg einige Jahre bis Judo wieder als Sport erlaubt war. Auch in Deutschland war Judo und jegliche Art von Kampfsport auf Beschluß der Alliirten untersagt. Auf   der   Heimreise   aus   Kairo   von   einer   Sitzung   des   IOC   starb   Kano   1938   im Alter   von   77   Jahren.   Im   Jahre   1964   wurde Tokio Austragungsort   der   XII.   Olympischen   Spiele,wo   dann auch Judo als Olympische Disziplin , 104 Jahre nach Jigoro Kanos Geburt , seinen Einzug hielt.